Focal Technik
Die Magnet-Technologie
 
Da sie verborgen sind, werden magnetische Schaltkreise selten beachtet. Die von ihnen gelieferte Energie ist allerdings von größter Bedeutung für die Wiedergabequalität. Focal steht auch für die Investition in leistungsstarke Arrays. Bei der jüngsten Utopia-Reihe war es das Ziel von Focal, die jüngsten Innovationen umzusetzen.
Übersicht
_Focus Ring _Power Flower    
Focus Ring
Ein Patent für den magnetischen Schaltkreis des Hochtöners.
Ein starkes Magnetfeld ist von größter Bedeutung für eine gute Hochtönerleistung, und der für die Grande Utopia 1995 konzipierte TGU stellte ein Schlüsselelement in der Entwicklung der Utopia-Reihe dar. Die Notwendigkeit, einen Magneten von hoher Leistungsstärke bei kleinen Dimensionen zu wählen, engt die Materialauswahl auf Neodymium ein. Die kleinen Dimensionen und der Einsatz einer Lichtspule mit enger Luftspalte führen allerdings zu einer starken Erhitzung des Magneten. Ein Merkmal des Neodymium erweist sich als problematisch: sein niedriger „Curie-Punkt“. Die magnetische Sättigung nimmt mit zunehmender Temperatur ab und endet bei einer ganz bestimmten Temperatur, dem „Curie-Punkt“ (Tc).
Im Fall von Ferrit liegt Tc bei 450 ¡C, im Fall eines Neodymium-Nd2Fe14B-Magneten liegt Tc bei 319 ¡C. Wenn der Magnet seinen Curie-Punkt erreicht, verliert die Magnetstruktur ihren Magnetismus, was zu irreversiblen Schäden an der Ausgabe und einem hörbaren Verlust von Dynamik und Definition führt. Seit dem Design des „TGU in 95“ hat die Entwicklung im Heimkinobereich neue Einschränkungen für die Leistungssteuerung gebracht. Im Fall der Stereo--Musikwiedergabe wird bei hohen Frequenzen sehr wenig Energie benötigt. Im Fall der akustischen Spezialeffekte des Heimkino sind neue Regeln zur Leistungssteuerung formuliert worden. Diese beziehen sich auf die Magnettemperatur. Diese Herausforderungen wurden zur Leitlinie im Designprozess des neuen Hochtöners „Beryllium Utopia“ (TBe), in dem das neue Konzept „Focus Ring™“ Anwendung gefunden hat. Das Patent von Focal steht aus. Das für den Magneten verwendete Material ist Samarium-Kobalt Sm2Co17 und ist teurer und geringfügig weniger leistungsstark als Neodymium. Es hat allerdings den großen Vorteil, den „Curie-Punkt“ (Tc) auf 825 ¡C zu senken, womit alle temperaturbedingten magnetischen Verluste ausgeschlossen sind. Um wie beim TGU ein Magnetfeld von 2 Tesla zu erzielen, ist ein eine Aufwertung des Magnetschaltkreises erforderlich. Der Samarium-Magnet wird mit einem Neodymium-Ring umgeben. So werden der Magnetfluss konzentriert und das Zielfeld erreicht. Da der Ring darüber hinaus fern der Spule angebracht ist, wird er von Temperaturanstiegen nicht beeinflusst und verleiht dem Hochtöner außergewöhnliche Stabilität.
Power Flower
Ein Patent für einen Hochpräzisionsmitteltöner
Das neue 165 mm-Mitteltonchassis konnte aufgrund der Erfahrung von Focal aus der Entwicklung der „W”-Technologie seit 1995 ebenfalls bedeutend verbessert werden. Eine neue Membrane wurde für die Kombination mit einer 40 mm-Schwingspule entwickelt, und die Optimierung der Steifigkeit hat die Gestaltung einer Membrane mit nur einer Schicht möglich gemacht. Diese kann über eine Oktave für den Frequenzbereich von 1500 bis 3000 Hz gesteuert werden - ein Umstand, der entscheidend für die Einstellung des OPC-Filters ist. Der Phaseplug ist nicht weiter effektiv und wird durch einen großen Aluminium-Kolben ersetzt. Jedes Verfärbungssrisiko wird damit ausgeschaltet und die Richtwirkung optimiert. Die Verbindung mit dem
Hochtöner kann nahtlos hergestellt werden, und die Impulsrückkopplung des kombinierten Mittel- Hochtonbereiches ist ideal. Diese mechanische Optimierung der Lautsprecher eliminiert die Quelle verschiedener Klangprobleme und garantiert darüber hinaus ein hohes Maß an Fertigungskonsistenz. Der Magnetschaltkreis muss bei hoher Präzision geringe Verluste aufweisen. Die Verwendung großer Polstücke erzeugt aber das Problem der Flachheit. Die Verknüpfung zwischen Polstück und Magnet ist nicht konsistent und erzeugt magnetische Verluste. Die zuerst von Focal JMlab vor über 20 Jahren für den Tieftöner eingeführte „Multiferrit”-Technologie bietet auch eine ungewöhnliche Lösung für den Mitteltöner der Beryllium-Utopia-Reihe. Die neue „Power Flower“-Technologie (Patent schwebend), verwendet sieben leistungsstarke Ferritringe von geringem Durchmesser, die konzentrisch um den Kern angeordnet werden. Die Verknüpfung von Polstück und Ferrits ist sehr genau und vermeidet alle Abweichungen aufgrund kleiner Unebenheiten in der glatten Oberfläche. Darüber hinaus sind die Polstücke in Form einer Blume gefertigt. Deren Blütenblätter entsprechen der Form der Ferrits und verhindert damit magnetische Abstrahlung zwischen Boden und Decke des Felds. Schließlich wird dieses Arrangement einer doppelten Anforderung gerecht: hohe Leistungsausgabe und perfekte Steuerung des magnetischen Austritts. Magentische Verluste bei der Fertigung sind so sehr gering, und in Kombination mit den engen Toleranzen bei der „W”-Membrane-Fertigung, verleiht das „Power-Flower”-Design der 165 mm-Mitteltönereinheit außergewöhnliche Präzision. Die sehr geringen Toleranzen stellen eine perfekte Wiedergabe sicher, insbesondere im hochsensiblen Mitteltonbereich. Dies garantiert eine strenge Tonbalance des Lautsprechers. Die Magnetschaltkreise „Focus Ring“ und „Power Flower“ werden selten berücksichtigt, da sie verborgen sind. Die von ihnen gelieferte Energie ist allerdings von größter Bedeutung für die Wiedergabequalität. Focal steht auch für die Investition in leistungsstarke Arrays. Bei der letzten Utopia-Reihe war es das Ziel von Focal, die jüngsten Innovationen umzusetzen.

* Das Konzept von „Power Flower™“ hat weitere Vorzüge, wie die hervorragende Wicklung und Kühlung der Spule und eine vollständige Dekompression.
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