Focal präsentiert mit dem 13WS den kleinsten Subwoofer der Welt. Aber kann so ein 13er überhaupt ernsthaft Bass machen?
... seit dem Test des Focal Utopia 21-WX Be mit seiner für einen Subwoofer ebenfalls nicht gerade riesigen 20-cm-Membran im Sonderheft autohifi High-End 2006 war die Redaktion sehr gespannt auf den winzigen Bassmacher. Schließlich hatte der 21-WX mit genialem Klang und für die Membrangröße absolut erstaunlichen Schalldruckwerten begeistert. Daher wollten wir dem 13erchen auf den Zahn fühlen und bestellten gleich zwei Exemplare für unterschiedliche Gehäuse.
... Jetzt aber ab ins erste Gehäuse. Ein putziges 6-Liter-Würfelchen wartet auf seinen Einsatz im Messlabor. Mit einem Frequenzgang, der zwischen gut 100 und 500 Hz wie mit dem Lineal gezogen schien, punktete der 13 WS auf Anhieb. ... einen lauteren 13er hatte autohifi noch nie im Labor. Respekt! Damit eignet er sich ideal als Kickbass für schwierige Einbaubedingungen, etwa dann, wenn für 16-cm-Chassis kein Platz ist.
Jetzt aber die zweite Gehäusevariante ausprobiert: Zwei 13 WS sitzen hier in einem flachen 16-Liter-Bassreflex-Gehäuse. Ein Rohr mit 8 cm Durchmesser und 28 cm Länge erweitert die Basswiedergabe nach unten. Diese Tuningmaßnahme hat es in sich: Der Frequenzgang zeigt einen ausgesprochen linearen und tiefreichenden Verlauf, der erst bei 50 Hz steilflankig abfiel. So sieht eine solide Abstimmung aus!
Fast schon eine Sensation, was sich dann bei den Schalldruckmessungen tat: 110 bzw 111 dB zwischen 125 und 70 Hz schmetterte der Doppel-13er ins Messmikrofon, bei 50 Hz zeigten sie Instrumente immerhin noch 104 dB an.
... zum Vergleich: Als 16er getestet, bekäme das flache Kistchen gigantische 23 Schalldruckpunkte – drei mehr als das lauteste 16er-Doppelkompo, das wir je gemessen haben.
Nach diesen Rekordwerten waren wir auf den Klangcheck im Redaktions-Golf gespannt wie die Flitzebögen. ... durfte der doppelte Focal ran und sorgte für Erstaunen: Traumhaft impulsfreudig und wuchtig fügte er sich ins Klanggeschehen ein und ließ seinen Nachteil in Sachen Membranfläche rasch vergessen. Mit seiner tollen Staffelung komplexer Bass-Strukturen machte er von Anfang an Spaß und klang gar nicht nach Bass-Ersatz. Schön voluminös und fett intonierte er bis zu höheren Lautstärken. ... als Subwoofer bewertet, hätte er sich 38 Klangpunkte redlich verdient.
Pfiffige Enbauer werden sie im Sportwagen hinter den Sitzen verstauen. Bei Anlagenkonzepten, bei denen der Kofferraum nicht angetastet werden soll, lassen sie sich auch auf dem Armaturenbrett oder im Beifahrerfußraum verstecken.
Fazit: Auch wenn wir den 13 WS aufgrund seiner Größe nicht als regulären Subwoofer bepunkten können, verdient er sich doch eine dicke Empfehlung für Fahrzeuge, in denen beengte Platzverhältnisse herrschen.
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